Steuerliche Behandlung von Kryptowährungen

 

 

 

 

 

Kryptowährungen, wie zB Bitcon oder Ether um hier nur zwei von vielen zu nennen, können nicht nur als Zahlungsmittel sondern auch als Wertanlage gehalten werden. Was bei Kauf oder Verkauf der Währungen zu beachten ist, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Zuerst ist zu unterscheiden, ob die Kryptowährung im Betriebsvermögen (im Unternehmen) oder im Privatvermögen gehalten wird.

Betriebsvermögen

Grundsätzlich sind Kryptowährungen nicht als offizielle Währung anerkannt und sind nach Ansicht des Bundesministeriums für Finanzen auch keine Finanzinstrumente. Nach Definition handelt es sich bei Kryptowährungen um unkörperliche Wirtschaftsgüter, die nicht abnutzbar sind. Das bedeutet, dass es keinen kontinuierlichen Wertverlust gibt, wie zum Beispiel beim Kauf eines Laptops. Sondern in regelmäßigen Abständen muss der Wert der Kryptowährung geschätzt und mit dem Wert in den Büchern abgeglichen werden.

Beim Kauf der Kryptowährung ist zuerst ist die Zuordnung zum Anlagevermögen oder zum Umlaufvermögen zu klären. Wird die Anlage gehalten um längerfristig als Investition zu dienen, dann ist die Aufnahme ins Anlagevermögen und dementsprechend in das Anlageverzeichnis vorzunehmen. Es erfolgt keine Abschreibung, da es sich um ein nicht abnutzbares Wirtschaftsgut handelt. Wird nur kurzfristig (unter 12 Monaten) gekauft und wieder verkauft, handelt es sich um Umlaufvermögen.

Der Verkaufsgewinn ist dem laufenden Ergebnis zuzurechnen und zu versteuern.

Werden Kryptowährungen an Dritte verliehen, sind diese Zinserträge im laufenden Gewinn besteuert. Bei Kapitalgesellschaften wird der Gewinn mit 25%, bei natürlichen Personen mit dem Tarif besteuert.

Privatvermögen

Werden Kryptowährungen an Dritte verliehen, sind die Zinserträge aus dieser Veranlagung mit dem Sondersteuersatz von 27,5% zu besteuern.

Liegen zwischen Ankauf und Verkauf nicht mehr als ein Jahr, handelt es sich um ein Spekulationsgeschäft. Gewinne daraus werden ebenfalls mit dem Sondersteuersatz von 27,5% besteuert. Der Tausch von virtueller Währung in eine offizielle Währung (zB Bitcoin zu Euro) ist ebenfalls als Anschaffung bzw. Veräußerung einzustufen.

Auch Einkünfte aus Mining („Erschaffung“ einer virtuellen Währung) bzw. aus dem Betrieb einer Online-Börse oder dem Betrieb von Kryptowährungs-Automaten sind steuerpflichtig als Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Umsatzsteuer

Der Umtausch von offizieller Währung zu virtueller Währung und umgekehrt sowie das Mining sind umsatzsteuerbefreit. Die Bezahlung von Lieferungen und sonstigen Leistungen mit virtueller Währung sind gleich zu behandeln, wie mit offizieller Währung. Das bedeutet, dass der Wert der hingegebenen virtuellen Währung als Gegenleistung für die Umsatzsteuer herangezogen wird. Werden daher zb Leistungen bezogen und mit 100 Bitcoins bezahlt, ist die Umsatzsteuer auf den umgerechneten Wert der Bitcoins in Euro zu zahlen.

Fragen, Anregungen?

Wenn ihr noch Fragen habt oder sonstige Anmerkungen habt → Schreibt mir einfach oder ruft mich an!

Folgt mir auf Social Media und meldet euch zu meinem Newsletter an, dann bleibt ihr immer auf dem Laufenden! Ich freue mich über jeden Follower 🙂